Unter dem Programmpunkt „Grundlagen“ werden die allgemeinen Einstellungen für die FiBu-Schnittstelle festgelegt.
Allgemein
Grundlageneinstellungen können unter dem Reiter „Allgemein“ für die Schnittstelle festgelegt werden. So wird hier zum Beispiel das passende Exportformat, das gewünschte Trennzeichen bei der Tausenderstelle oder auch die Länge der Konten festgelegt. Wichtig ist auch, dass hier der Dateipfad für den Export festgelegt wird.
Exportformat: Hier kann der Typ der Exportdatei bestimmt werden. Möglich sind <.txt>- und <.csv>-Dateien.
Trennzeichen Tausenderstelle: Es kann zwischen <Punkt> oder <keins> gewählt werden. Beispiel: 1.000 (<Punkt>) oder 1000 (<keins>).
Personenkonten-Länge: In diesem Parameter wird die Konten-Länge definiert: Zu beachten ist, dass die Länge der Sachkonten im Vergleich zu den Personenkonten um eine Stelle verringert ist. Beispiel: D10000 5-stelliges Personenkonto S 1400 4-stelliges Sachkonto
Personenkonten abschneiden: Bei Längenunterschieden wird hier die Möglichkeit gegeben, zu bestimmen an welcher Stelle die überschüssigen Ziffern der Kontennummern abgeschnitten werden. Als Auswahlmöglichkeiten stehen <vorne> und <hinten> zur Verfügung
Feld für Personenkonto: In der Standardvariante kann dort lediglich <Standard-Konto> ausgewählt werden. Jedoch sind hier individuelle Auswahlmöglichkeiten durch Erweiterungen möglich.
Standardkonto Verkauf: Hier wird das Sachkonto als Standardkonto für den Verkauf angegeben. Die Auswahl erfolgt über die Lupe. Standardmäßig wird im SK03-Kontenrahmen das Sachkonto <S8400> als Standardkonto im Verkauf definiert.
Standardkonto Einkauf: Es wird ein Sachkonto als Standardkonto für den Einkauf angegeben. Die Auswahl erfolgt über die Lupe. Standardmäßig wird im SK03-Kontenrahmen das Sachkonto <S3400> als Standardkonto im Einkauf definiert.
Kostenstelle / Kostenträger mit Präfix: In diesem Parameter wird eingestellt, ob die Kostenstellen und –träger ein Präfix erhalten sollen. Die Auswahlmöglichkeiten sind daher <Ja> oder <nein> .
Belegnummer im Einkauf: Es besteht die Möglichkeit zwischen der Übergabe der <Sage 100 Belegnummer> oder <fremde Belegnummer> zu wählen.
Buchungstext: Zur Übergabe des Buchungstextes stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Es kann zwischen <Belegnummer>, <Matchcode>, <Belegart>, <Belegart + Matchcode>, <Belegkürzel + Belegnummer>, <Belegkürzel + Matchcode> und <Belegkürzel + Belegnummer + Matchcode> gewählt werden.
Text im Belegfeld2: Hier kann eingestellt werden, ob der Text im Belegfeld2 die <Fälligkeit> oder <kein Text> anzeigt..
Exportpfad: Es wird ein Standard-Exportpfad vorgegeben. In den jeweiligen Export-Funktionen ist jedoch eine manuelle Anpassung möglich.
Kostenstelle aus Personenkonto: In diesem Parameter wird gewählt, ob die Kostenstellen aus den Personenkonten mit übergeben werden sollen. Hierfür stehen die Auswahlmöglichkeiten <Ja> und <Nein> zur Verfügung.
Bankdaten exportieren: Der Anwender kann angeben, ob beim Export von Personenkonten vorhandene Bankdaten mit übergeben werden sollen. Die Auswahl ist somit entweder <Ja> oder <Nein>.
Datumstyp in Export: Der Datumstyp im Export kann gemäß Auswahl <Belegdatum>, <Liefertermin> oder <Valutadatum> sein.
0 – Rechnungen mit übergeben: Wenn 0-Rechnungen, also Rechnungen ohne Betrag, mit übergeben werden sollen, muss <Ja> gewählt werden. Ansonsten muss <Nein> eingestellt werden.
2Anzahlungen mit übergeben: In diesem Parameter wird eingestellt, wie die Schnittstelle mit Anzahlungen umgeht. Wenn <Ja> gewählt ist werden die Exporte mit übergeben, bei <Nein> werden die Anzahlungen nicht mit übergeben.
Nur erfüllte Vorgänge übernehmen: <Ja> Es werden nur Vorgänge exportiert, deren Status auf „erfüllt“ gesetzt sind. <Nein> Zusätzlich zu den erfüllten Vorgängen werden auch Vorgänge übergeben, deren Status auf „nicht erfüllt“ gesetzt sind.
Länderkennzeichen im Export: Die Möglichkeiten in dieser Auswahl sind <ISO-Code> und <DATEV-Code>. Der ISO-Code ist grundsätzlich zweistellig, während der DATEV-Code 1-3 Stellen haben kann.
Beispiele:
|
Land |
ISO-Code |
Datev-Code |
|---|---|---|
|
Deutschland |
DE |
D |
|
Österreich |
AT |
A |
|
Schweiz |
CH |
CH |
|
Vereinigte Staaten von Amerika |
US |
USA |
Kontentransformation
Der Aufbau der Nummernkreise kann zwischen der SAGE 100 und dem jeweiligen Finanzbuchhaltungsprogramm variieren. In diesem Fall ist eine „Kontentransformation“ in dem gleichnamigen Reiter notwendig. Hier können die Debitoren- und Kreditorennummern für die Finanzbuchhaltungssoftware angepasst werden. So können für die einzelnen Stellen Fixwerte angegeben oder eine fest definierte Stelle aus der Sage-Kontennummer ausgewählt werden. In diesem Beispiel wird die Debitorennummer so aufgebaut, dass sich die neue Debitorennummer des Finanzbuchhaltungsprogramms ab der 2. Stelle der Sage Debitorennummer aufbaut. So würde aus der Debitorennummer D120000 mit der zuvor abgebildeten Parametrierung jetzt 12000 als neue Debitorennummer für die Schnittstelle gebildet. Als Besonderheit bietet die FiBu-Schnittstelle auch ein Verfahren an, mit dem an einer beliebigen Stelle ein neuer Wert berechnet und an die definierte Stelle ersetzt wird. In der Abbildung 4 wird zum Beispiel eine Addition von 1 vorgenommen. So wird für die erste Stelle der Kontonummer bei der Datenausgabe die zweite Stelle aus der SAGE 100 um eins erhöht und dann ausgegeben.
Hinweis: Die Zahl der Addition darf höchstens 9 ergeben. Bei einem höheren Wert ist keine Ausgabe der Kontonummern möglich!
Steuerschlüssel
Die Angaben im Reiter Steuerschlüssel werden für die spätere Zuordnung der Steuercodes aus dem Rechnungswesen in der Finanzbuchhaltungssoftware benötigt. Nach der Einrichtung bei der Installation werden nur noch eventuelle Änderungen nachgetragen.
Zum Beispiel arbeitet Datev mit folgendem eigenen festen Steuerschlüsseln für die Steuersätze:
-
Kein Verweis
-
1 bis 3 und 5 Datev-Umsatzsteuerschlüssel
-
4 und 6 Nicht belegt
-
7 bis 9 Datev-Vorsteuerschlüssel
-
10 bis 19 EU-Steuerschlüssel
-
20 bis 49 Nicht belegt
-
50 bis 59 individuelle Steuerschlüssel, die durch Ihren Steuerberater eingerichtet werden müssen.
Steuertransformation
Die Steuercodes der Sage 100 können sowohl Kennzeichen für die Vorsteuer als auch für die Umsatzsteuer tragen. Bei z.B. Datev werden die Kennzeichen für Vor- und Umsatzsteuer getrennt. Daher müssen unter dem Reiter „Steuertransformation“ für jeden Sage 100 -Steuercode die entsprechenden Vorsteuer- und/oder Umsatzsteuerschlüssel der Finanzbuchhaltungssoftware erfasst werden.
In den Spalten „SC“, „Land“ und „Bezeichnung“ werden alle erfassten Steuercodes der Sage 100 angezeigt. In den Spalten „VSt.“ und „USt.“ erfassen Sie die entsprechenden Steuerschlüssel Ihrer Finanzbuchhaltungssoftware.
Import
Der Reiter „Import“ legt die Grundeinstellungen für den Datenaustausch von der Finanzbuchhaltungssoftware zur SAGE 100 fest. An dieser Stelle werden der Standard-Importpfad sowie die Präfixe für Ihre Debitoren-, Kreditoren- oder Sachkonten eingestellt.
Importpfad: In diesem Parameter wird der Standard-Importpfad definiert. In den jeweiligen Import-Funktionen kann der Pfad aber manuell angepasst werden.
Präfix für Debitoren: Es wird hier das Präfix der Debitorenkonten in der SAGE 100 angegeben. Standardmäßig ist das Präfix <D> korrekt.
Präfix für Kreditoren: Es besteht die Möglichkeiten Präfix der Kreditorenkonten in der SAGE 100 anzugeben. Standardmäßig ist das Präfix <k> korrekt.
Präfix für Sachkonten: Hier wird das Präfix der Sachkonten in der SAGE 100 angegeben. Standardmäßig ist das Präfix <S> korrekt.
Rücktransformation von Personenkonten: Es gibt die Wahlmöglichkeiten <Ja> oder <nein> anzugeben, um die importierten Personenkonten zurückzutransformieren.
Erste Stelle(n) durch Präfix ersetzen: Man kann zwischen <Ja> oder <nein> wählen. Ist die Einstellung , wird der Präfixbuchstabe vor die Kontennummer gestellt, wenn eingestellt ist, erfolgt dieser Schritt nicht!
Personenkonten-Länge (Sage): Hier wird die Länge der SAGE 100 Personenkonten definiert. Möglich sind feste Längen zwischen 1 und 9 oder die Länge als <Importlänge + Preset> oder als <Importlänge> zu definieren. Auffüllwert leerer/untransformierter Stellen: Dieser Parameter definiert, welchen Wert leere Stellen bei der Transformation erhalten sollen. Standardzeichen ist hier die 0.
Test der Rücktransformation: In diesem Feld kann die Rücktransformation manuell getestet werden in dem der Anwender eine Kontonummer dort eingibt und wählt, ob es ein <Debitor> oder <Kreditor> ist. Wenn er dann auf „testen“ klickt, wird ihm die transformierte Kontonummer angezeigt. Stimmt diese Anzeige nicht mit der SAGE- Kontonummer überein, müssen die Einstellungen verändert werden.